Teil eines Werkes 
2. Band (1867)
Entstehung
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Proceß gäbe als eine Heirath zwiſchen Dir und Klara Horink!

Ein ſonderbarer Heirathsgrund! warf Dietrich ein.

Warum denn nicht? Was iſt leichter, als daß ich Dir die drainirte Wieſe ſchenke, und was iſt beſſer, als daß Frau Horink ihrer Tochter die Waldecke mit in die Ausſtattung gibt; auf dieſe Weiſe ſind wir nicht mehr Herr der ſtreitigen Punkte, ſondern die jungen Leute ſind Eigenthümer des Ganzen und jeder Zweifel fällt weg. Wir beiden Alten ſind aber in guter Ma⸗ nier unſern Proceß los geworden! ſchloß Herr Evers triumphirend. Er trocknete ſich den Schweiß von der Stirn und blickte ſeinem Neffen erwartungsvoll ins Geſicht. Dietrich jedoch ſagte gar nichts, ſondern ſchaute gedankenvoll durchs Fenſter, von wo aus er den Gartenzaun des Horink'ſchen Gehöftes ſehen konnte.

Nun, was grübelſt Du? fuhr Evers auf.

Dein Plan geht nicht durch, Onkel, Deine Be⸗ rechnungen ſcheitern, ſagte Dietrich beklommen.

Was haſt Du dagegen?

Ich gar nichts. Aber Klara wird niemals ihre Einwilligung dazu geben!

Warum nicht, Du weiſer Salomo?

Ich bin ihrer nicht werth, Sie nimmt mich nicht zum Manne!