Teil eines Werkes 
2. Band (1867)
Entstehung
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wohl aber etwas Formenloſes, verbunden mit einer bedeutenden Portion Selbſtbewußtſein und Selbſtgenüg⸗ ſamkeit.

Er war ein ſehr hübſcher Mann, hielt ſich ſelbſt auch dafür und hatte die Erfahrung für ſich, daß nichts leichter ſei, als die Weiber zu bethören. Trotz alledem glühte momentan in ſeinem Auge ein Funke, der auf die Möglichkeit hinwies, aus ſeinem leichtfertigen Weſen einen edlen Ernſt und ein kräftiges Streben erwachen zu ſehen. Dieſe momentane Erhebung erwarb ihm die Beachtung der Männer, während ſeine Liebenswürdig⸗ keit ihn zum Lieblinge der Frauen machte.

Luſtig wie eine Haidelerche kam er heim zu ſeinem Oheim, der ihn ſeit ſeinem Beſuche bei der Förſters⸗ wittwe ſehnlich erwartet hatte, um die Geſchichte auch mit ihm ins Reine zu bringen. Herrn Evers' Blicke leuchteten ordentlich vor Freude, als Dietrich ihm in der ganzen Schönheit ſeiner äußern Geſtaltung ent⸗ gentrat und ſogleich die Heiterkeit ſeines Geiſtes ſpielen ließ. Er liebte den jungen Mann mehr, als er ſagen, und war ſtolzer auf ihn, als er zeigen mochte, des⸗ halb verſteckte er ſein Wohlgefallen ſtets in einen polternden, zankenden Ton, dem man jedoch den Scherz auf der Stelle anhörte.

Wo bleibt Er denn, Herr Springinsfeld? rief er 1*