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Ordnung gefunden, als die ſanfte, hübſche Tochter des alten Wachtmeiſters Petter vom Förſter Horink zur Gattin gewählt worden war. Jetzt als Wittwe hielt ſich Frau Horink ebenſo fern vom Schloſſe wie von den Dorfbewohnern. Sie lebte ſehr ſtill und ein⸗ gezogen, wehrte indeß ihrer Tochter Klara nicht, ſich der kleinen luſtigen Geſellſchaft anzuſchließen, die ſich oben auf dem Plateau unter Dora Bella's Leitung in Turnübungen wohlgefiel und allerlei andere Kurz⸗ weil trieb. Seit einigen Monaten hielt ſich Klara aber fern von den gewöhnlichen Verſammlungen der Schloßkinder. Sie hatte in ihrer Couſine Antonie van der Bruik, die plötzlich Vater und Mutter verloren und im Hauſe des Förſters Aufnahme gefunden hatte, eine Gefährtin gewonnen, welche ihren Jahren beſſer paßte, und war in kurzer Friſt durch die Bande der trau⸗ lichſten Liebe mit dieſem lebhaftern und lebensfriſchern Mädchen ſo vollkommen befriedigt, daß ſie nichts weiter wünſchte, als mit Toni vereint zu leben.
Mit der gewöhnlichen Schwärmerei jugendlicher Mädchenherzen hingen die beiden hübſchen Couſinen dem Gedanken nach, ſich nie zu verheirathen, ſondern zuſammen in dem Hauſe Klara's ein Kloſterleben zu begründen, das alle irdiſchen Wünſche zu befriedigen vermochte. Ob dieſe Träume von der Glückſeligkeit


