Teil eines Werkes 
1. Band (1867)
Entstehung
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Ah ſo, ſie ſind hungrig und warten auf Futter, dachte Askan, als die Frau das Körbchen öffnete. Jetzt erſt bemerkte die Frau ihn. Sie grüßte ſehr devot und ſchritt dem Waſſer näher.

Die Schwäne ſind hungrig, ſagte Askan leutſelig Sie werden wohl ſtets um dieſe Zeit gefüttert?

Ja, gnädiger Herr, antwortete die Frau und nahm etwas Weißbrod aus dem Körbchen. Sowie ſie ſich damit den Schwänen näherte, wendeten dieſer die ſchlanken Hälſe hin und her, entfernten ſich vom Nande des Waſſerbeckens und waren weder durch das Futter noch durch Locken und Rufen wieder heranzu⸗ bringen. Erſtaunt beobachtete Askan ihre Manöver.

Ich hab's gedacht, ſagte die Frau.Unſere Comteſſe wird von den Thieren zu ſehr geliebt; ſie nehmen das Futter aus keiner andern Hand.

Askan erhob ſich und betheiligte ſich an den Be⸗ mühungen der alten Frau. Vergebens! Die Schwäne hatten ſich zurückgezogen und ruhten ſtolz und regungs⸗ los auf der ſilbernen Flut. Sie machten in ihrer ganzen Stellung den Eindruck einer ſtillen Trauer, die ſeltſam gegen das belebte und erwartungsvolle Weſen abſtach, womit ſie noch eben ihrer jungen Herrin ent⸗ gegengeſehen hatten.

Trauerten die Schwäne wirklich um Dora Bella?