243
und gelb— will ich doch künftighin auch„weiß“ tragen—“
„Vor allen Dingen,“ unterbrach Herr Hirſch Meier ſie haſtig,„vor allen Dingen ſage mir nur erſt, was Du vor haſt?“
„Was ich habe vor?“ wiederholte Madame liſtig in ſein Auge ſchauend und ihm den ſchönen ſchwarzen Backenbart ſtreichelnd—“ mußt Du das wiſſen gleich? O nein, Du weißt, daß Du mir und meinem Ver⸗ ſtande kannſt trauen, daß ich nichts thue gegen die Ehrbarkeit, daß ich nimmer Dir Schande, ſondern nur Ehre mache— frag' alſo nicht— warte bis ich wie— derkomme.— Thue ich doch ein großes Werk der Menſchlichkeit, ein edles Werk, ein ſehr ſublimes Werk der Menſchlichkeit, womit ich gründe Glück, Ehre und Reichthum eines Weſens, das meine Freundin iſt!— Halte ſtill, mein lieber Hirſch Meier und laß mich thun, wie ich will.— Hat doch oft ein Körnchen Gutes Bäume von großer Ehre wachſen machen— weiß man doch nicht, wovon der große Baron Rothſchild zuerſt iſt geſtiegen auf ſein adelich Poſtament—? Liegt es doch in meinem Blute, daß ich trachte vornehm zu ſein— paſſe ich doch ebenſo gut dazu, wie meiner ſeligen Großmutter Schweſter Kindeskind, die eine Stadträthin iſt geworden und mit allem Adel auf Du


