213
des Hopfenmarktes in einem der Fleete*) anzulegen pflegte, die Ueberfahrt mit allem Ungemache, das ſie unterweges betroffen, erfahren, allein zugleich auch die Nachricht, daß ihr Bruder ſchwerlich ſo bald wieder kommen werde, de der Zuſtand des jungen Mädchens noch unverändert ſei.
Die Leute, welche die Botſchaft überbrachten, waren ſchon abgefahren Zewheſen. als das junge Mädchen zu ſich kam.
Konſtanze ergab ſich in's Unabänderliche und war nur froh, daß die nächtliche Fahrt ſo weit glücklich abgelaufen war.
Der Morgen derging ihr unter ihren muſikaliſchen und literariſchen Beſchäftigungen und ſie war, nach dem Frühſtücke eben im Begriffe, einen Geſchäftsweg an⸗ zutreten, als ihr Kammermädchen„Madame Hirſch Meier“ meldete.
Die junge Dame trauete ihren Ohren nicht und glaubte, der Beſuch ſei ihrem Bruder in ärztlicher Be⸗. ziehung zugedacht, allein Liſette verſicherte:„Madame wünſche ihr gnädiges Fräulein zu ſprechen.“
Geſpannt blickte Konſtanze der Dame entgegen,
*) Kanäle.


