Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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fertig geworden, wendete er ſich mit ſo ausſchließlichem Eifer ſeinen nächſten Beſchäftigungen zu, daß ſich auf der Oberfläche ſeines Weſens nur die alte Gemüthsver⸗ faſſung zeigte, die kein tieferes Intereſſe erkennen ließ. Frau Magdalene begnügte ſich endlich, Ely's Verfahren wieder als einen Act ſeiner charakteriſtiſchen Güte zu be⸗ trachten, wie er ſie gewohnheitsmäßig zu üben pflegte.

Aber ihre Gedanken ließen ſich nicht ſo leicht ver⸗ löſchen, wie ihr Verſtand es heiſchte. Von dem Vorſatze beſeelt, den dichten Schleier, der auf Momente gewichen war, ganz und gar zu entfernen, nahm ſie zur Verſtellung ihre Zuflucht. Mit der größten Gleichgültigkeit in Blick und Geberde ſtellte ſie, auf dem Rückwege nach ihrem Hauſe, die Möglichkeit auf, daß Giſela gar nicht wieder nach Glaubek kommen werde. Lyſanna hätte in ihrem letzten Briefe erwähnt, daß man im Hauſe des Commer⸗ zienrathes Wappra mit Bitten ſie beſtürme, nicht wieder hieher zu gehen. Das wirkte endlich. Ely wechſelte die Farbe, ſein Auge öffnete ſich weit und eine Wolke legte ſich auf ſeine Stirn. Trotz dieſer ſichtlichen Gemüthsre⸗ gung ſprach er kein Wort, ſondern ſah nur ſeinen Bruder beiſtimmend an, als dieſer erwiederte:

Wir würden um eine Freude ärmer ſein, wenn Fräulein Ilow ſich von dieſen Bitten beſtimmen ließe. Ich glaube aber nicht an einen Wankelmuth der jungen