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war ihr dies gelungen, ſo erhellte ein Lächeln des jungen Mannes Züge und er ſagte ſehr gleichgültig:
„Ich werde um meinen Abſchied einkommen, jedoch unter der Bedingung, daß ich mit meiner Familie unter ſtandesmäßiger Ausſtattung zwei Jahre reiſen darf.“
„Zugeſtanden!“ rief der Commerzienrath und die junge Frau flog mit einem Freudenſchrei ihrem Gatten an die Bruſt. Giſela verließ unbemerkt das Zimmer, um allein zu ſein. Noch ſpät in der Nacht ging ſie ruhelos in ihrem Schlafzimmer auf und ab. Die Schwäche ihres Bruders demüthigte ſie entſetzlich. Statt daß er mit kräftigem Entſchluſſe die Feſſeln ſeines Schwiegervaters lockerte und ſeine Ausgaben nach den ganz bedeutenden Einnahmen, die ihm geſichert waren, regelte, ſtatt daß er durch eine beſchleunigte Verſetzung ſich den Mode ge⸗ wordenen Brandſchatzungen ſeiner Cameraden entzog und ein neues, ſolides Leben begann, ſtatt daß er ſeinem erwählten Berufe eine geiſtige Erhebung beizumiſchen ſuchte, ſtatt deſſen ordnete er ſich dem Willen eines frei⸗ gebigen Verwandten unter und machte ſich vollſtändig ab⸗ hängig von ſeinem Gelde.
Noch ein Mal, bevor ihr Bruder ſein Schlafgemach aufzuſuchen ging, hatte ſie verſucht ihm das Gewagte ſeiner Entſcheidung vorzuführen und von allen Seiten zu beleuchten.


