Teil eines Werkes 
1. Band (1865)
Entstehung
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Er ging ſeinen Geſchäften nach, ohne ſich in Erinnerun⸗ gen zu vertiefen, die ſchattenhaft ſeinen Geiſt umſchweb⸗ ten. Kaum daß er einen Blick nach den Fenſtern des klei⸗ nen Hauſes warf, an welchem er vorüberritt, um Ge⸗ ſchäfte in der Nachbarſchaft abzumachen. Kühl und ernſt, wie immer, bewegten ſich ſeine Gedanken in dem Kreiſe ſeiner gewöhnlichen Thätigkeit. Nur unbewußt ließ er ſeine Augen in der Landſchaft umherſchweifen, die vom einge⸗ tretenen Froſt in eine wunderbare Winterpracht gehüllt worden war. Nur ganz unbewußt athmete er tiefer, als er die Bäume in dem Kryſtallglanze bewunderte, den die ſchnelle Kälte aus den Nebelſchleiern gewoben. Allein während er ſtillſchweigend der ſehr proſaiſchen Bemerkung nachhing, daß dieſer Wetterwechſel die Urſache geweſen, weshalb Abends zuvor die Sterne ſo wundervoll geflim⸗ mert und gefunkelt hätten, während derſelben Zeit ſchlich ſich der Gedanke durch ſeine Phantaſie,daß die Natur ſich Giſela's wegen in aller gewöhnlichen Herrlichkeit zeige, daß ſie im Winterglanze prange, um ihre unverhoffte Wiederkehr als ein Feſt zu feiern.

Die momentane freudige Ueberwältigung, die er ſich, als vernünftiger Mann, keineswegs abzuleugnen verſuchte,

wurde von ihm als eine leidenſchaftliche Muſikliebe aus.

gelegt, wogegen ſich allerdings einwenden ließ, daß er außerdem bei den muſikaliſchen Leiſtungen anderer Men⸗