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gen,“ ſagte Frau Adele, eigenſinnig in ihrer böſen Laune verharrend.„Warum gab ich Dir nach, Bernhard, als Du vorſchlugſt, meine Köchin zu entlaſſen.“
„Deine Tante meinte, ſie würde uns in unſerm hieſigen Leben mehr hinderlich als förderlich ſein, und ihre frühere Wirthin werde ſofort eine paſſende Köchin ſchaffen können.“
„Bis dahin hungern wir,“ wendete die Dame gräm⸗ lich ein.
„Noch haben wir Fourage, Mama,“ rief Urſel fröhlich und öffnete einen ſaubern Korb, aus dem allerhand leckere Eßwaaren hervordufteten.„Aber halt, Mama, die Sache läßt ſich ja machen. Ich gehe zu der frühern Wirthin unſerer Tante Kynar— wie hieß ſie doch? Wo wohnt ſie? Tante Kynar hat uns eine Karte mitgegeben—.“
Man ſuchte. Die Karte fand ſich.„Madame Depping ſei herzlich gegrüßt und freundlich gebeten, ſich meiner Nichte anzunehmen. Emilie Kynar“— las Urſel mit lauter Stimme. „Kennen Sie eine Madame Depping?“ fragte ſie den Tape⸗ zierer, der ſich eben mit ſeiner Trittleiter einſtellte, um die Vorhänge aufzuſtecken. Er bejahete die Frage und deutete mit der Hand nach dem nahegelegenen Hauſe am Abhange.
„Ah, das iſt gut,“ ſprach Urſel.„Ich werde mich unver⸗ züglich zu ihr begeben, legitimirt durch dieſe Karte ſie er⸗ ſuchen, uns eine Köchin zu verſchaffen.“
Flink ſtrich ſie mit den Händchen über den Plüſch ihres Winterpaletots, zog die Handſchuh wieder an, flüſterte dem Vater zu:„Dort ſteht die Caſſette und der kleine Koffer,“ und huſchte die Treppe hinab.
Frau Depping ſaß noch in derſelben Stellung am Fenſter. Ihr Paradeſeſſel brachte es zuwege, daß ſie den Außen⸗ ſtehenden als Knieſtück ſichtbar war.


