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kindlichen Reſpect gegen ſeine Mutter verrieth. Sie fühlte ihre ſtillen Hoffnungen daran erſtarkt und kannte den Ver⸗ lauf ſolcher Scenen zu gut, um Anſtoß daran zu nehmen. „Komm' her, chére maman!“ rief wirklich ſchon der ge⸗ weſene Lieutenant mit wahrer Commandoſtimme aus dem Nebenzimmer, von dem man eine weite Ueberſicht nach der Heerſtraße hatte;„komm her und ſieh', was da angewackelt kommt wie eine Arche Noah. Wahrhaftig— es iſt ein Möbelwagen von der Eiſenbahn— direct aus der Reſi⸗
denz.— Jetzt geht das Sommervergnügen hier an!“ Frau
Depping, von ihrer Neugier bezwungen, folgte dem Rufe Huberts und nahm Platz in ihrem Paradeſeſſel am Fenſter. „Wohin mag der Wagen wollen?“ fragte ſie verwundert. „Weißt Du, Leopoldine, wer ſchon ſo früh Sommergäſte erwartet?“
Das junge Midchen verneinte die Frage, deutete aber, plötzlich aufmerkſam werdend, auf ein gegenüberſtehendes Haus, in welchem die Fenſter der zweiten Etage alle ge⸗ öffnet waren.
Es wurde ſtill im Zimmer, Leopoldine ging aus und ein. Hubert las die Zeitung, und Arnold lehnte ſchläfrig im Fauteuil, ein Buch in der Hand, deſſen Blätter noch nicht aufgeſchnitten waren.
Frau Depping beobachtete den näher kommenden Möbel⸗ wagen. Er hielt richtig vor dem gegenüberliegenden Hauſe ſtill, und eine Anzahl von Arbeitern machte ſich ſogleich daran, ihn auszupacken. Dame Depping auf ihrem Zenſterſeſſel ſah aufmerkſam zu.. 4 765
„Mein Gott, was für prächtige Möbel— endlich.„Wer mag dort einziehen? Poldy, laß Dich doch
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