Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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hätte ſie von den Todten erweckt wo aber kam dieſe Stimme, die ſie nicht hören durfte, her.

Ihr Blick fiel auf Aegyd, wie er daſtand, die Hände krampfhaft gefaltet und zu ihr erhoben.

Du hier? Du hier? rang es ſich von ihren Lippen.O, bleibe fern! Bleibe fern, Aegyd! Ich be⸗ ſchwöre Dich bleibe fern!

Margot, um dieſes Wiederſehens willen liege ich nun ſchon wochenlang verſteckt im Hohenſteiner Schloß Margot, willſt Du mir verſagen, was ich endlich errungen zu haben glaube? bat der junge Mann, demüthig flehend.Ein Abſchied für's ganze Leben, Margot

Bezwungen von dieſer ungewohnten Demuth, ſenkte Margot den herriſch emporgehobenen Arm und ließ ſich machtlos auf die Steinbank nieder. Im Nu lag Aegyd zu ihren Füßen. Der ſtolze Mann neigte ſeine Stirne in ihre Hände.

Weiter ſah Joſepha nichts, denn ſie floh, von na⸗ menloſen Gefühlen erfaßt, wild den Berg hinab.

Ende des erſten Theiles.

Druck von F. Fridrich.