Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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oder hinter den Couliſſen, bei weitem mehr agiren, als man glaubt.

Baron Lottum hatte ſich auch in dieſer Hinſicht als gelehrig bewährt. Er ſtand feſt und ſicher auf dem Platze, den er bis dahin ſchon errungen, zeigte ſich ver⸗ traut mit der Frivolität der geſelligen Atmoſphäre des achtzehnten Jahrhunderts und übte mit Liebenswürdig⸗ keit alle die großartigen Künſte, womit ſich ein Kavalier empor zu ſchwingen trachtete. Er verſtand es ſeinem Auge zur richtigen Zeit einen verführeriſchen Glanz und ſeiner natürlichen Beredſamkeit eine leidenſchaftliche Fär⸗ bung zu geben. Er gefiel ſich in Eroberungen weiblicher Herzen, wenn es ſeinem Zwecke diente, und man räumte ein, daß er unwiderſtehlich ſei.

Einem ſolchen Kavalier mußte die histoire medi- sante allerdings höchſt plaisante erſcheinen, welche das reizende Fräulein Gertrud von Spärkan, das ihn ſo ſchmählich behandelt hatte, in ſonderbare Conflicte mit den Convenienzverhältniſſen darſtellte. Er fand ſie er⸗ reichbar für eine kleine Liaiſon, die ihm Spaß machen und zugleich eine Satisfaction für erlittene Unbill geben konnte.

Ja, ja! Er mußte dieſe kleine Gertrud wieder ſehen, die ſo muthig und leichtſinnig geweſen war, dem