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im ſächſiſchen Verwaltungsrathe geworden. Das Jahr war nicht ohne Nutzen für ſeine Stellung, aber auch nicht ohne Schaden an ſeiner Seele vorübergegangen. Nicht die Nachricht vom Tode der Königin allein hatte ihn zu einer Reiſe in's preußiſche Lager veranlaßt, ſon⸗ dern er verband mit dieſer Miſſion ſeines Hofes perſön⸗ liche Intereſſen. Seine Laufbahn, die er durch ſonderbare Umſtände gedrängt, faſt willenlos betreten hatte, wurde jetzt von ihm mit der geſchärften Aufmerkſamkeit eines Diplomaten beachtet, und er verfehlte keine Gelegenheit, um ſich ſeinen Wünſchen gemäß placirt zu ſehen. Bei den vorwaltenden Verhältniſſen konnte es ihm nur wün⸗ ſchenswerth ſein, mit dem Könige von Preußen, der für den Augenblick das Kurfürſtenthum Sachſen unter ſeinem Scepter hielt, in Berührung zu kommen. Sein Monarch lebte fern in Polen's Hauptſtadt und ließ ſich dort, wie vormals in Dresden, von Brühl's Maximen leiten, len⸗ ken und führen.
Wie weit ſich des Preußenkönigs Macht ausdehnen, ob Sachſen jemals wieder ſelbſtändig und ſeinem recht⸗ mäßigen Fürſten zurückgegeben würde, blieb ſehr fraglich. Sein Kriegsruhm hatte ihm einen gefürchteten Namen gemacht, und man mußte auf Alles gefaßt ſein, nachdem er ohne Weiteres von den ſchleſiſchen Provinzen Beſitz genommen hatte. Baron Lottum war gewiß nicht der


