Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Lichtblicke unſeres Daſeins werden, was wir mitſammen gelebt haben. Und deshalb müſſen Sie mich hören!

Sie meinen doch nicht, mein gnädiges Fräulein, war ſeine ſtolze Antwort,daß ich Sie noch lieben könnte?

Ja! Ich glaube es! Ich bin davon überzeugt! Eine ſtarke Einbildung, Fräulein von Rittberg!

Eine ſehr ſtarke Einbildung! Und hoffen Sie etwas von dieſer Einbildung?

Nein! Ich fordere nur, daß Sie mich richtig be⸗ urtheilen ſollen. Schon dieſer Gedanke iſt hinreichend mich zu tröſten. Sie lieben mich und achten mich nicht! Darin liegt eine Wunde, die nie heilen kann. Ich biete Ihnen den Balſam, der Sie heilen wird. Lernen Sie mich wieder achten, ſo verſchwindet Ihre Bitterkeit, und Sie ſind für Ihr übriges Leben gerettet.

Aber Sie irren ſich, ich liebe Sie wirklich nicht mehr! Könnte ich ſo ruhig Ihnen gegenüber bleiben, wenn ich nur noch eine Spur der raſenden, zauberhaften Leidenſchaft für Sie hätte, die vor Jahresfriſt mein Glück ausmachte? fragte er bitter.

Margareth ſenkte ihr Auge. O, mit welchen Schmerzen hatte ſie dieſe unnatürliche Ruhe erfüllt?

Thun Sie was Sie wollen, ſagen Sie was Sie wollen, handeln Sie wie Sie wollen den Glauben an