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wollte er ſich eines Mannes annehmen, den er viel⸗ leicht benutzt hat.“
„Aber er kann ihn doch unter der Hand befreien laſſen,“ ſprach Gertrud traurig.
„Still! Man kommt! Man ruft nach mir.“
„Sehe ich Sie nicht wieder? Soll ich Ihnen meinen Dank nicht ausſprechen dürfen? Bitte, wenn Sie kön⸗ nen,“ ſprach ſie hinreißend freundlich und legte ihre Hände feſt um ſeine Rechte.
„Vielleicht— vielleicht,“ entgegnete er ſtürmiſch bewegt.„Ich muß fort! Haben Sie eine Sänfte? Gott⸗ lob! Ich bin zum Gefolge des General von Winterfeld commandirt, der nach Pirna zum König von Polen geht. Vielleicht ſehe ich Sie bald wieder!“ Er eilte wie auf Sturmesflügeln zurück nach dem Vorzimmer, aus wel⸗ chem abermals ſein Name drang.
„Ich will nicht hoffen,“ ſchnarrte ihm ein alter graubärtiger Stabsoffizier entgegen, als er ſich ſteif, aber athemlos wieder an der Wand poſtirte,„daß das eine Amour von dem Junker von Brettow iſt und daß er das Frauenzimmer beim König eingeſchmuggelt hat?“
„Nein!“ antwortete der Junker furchtlos in das wettergebräunte Geſicht ſchauend.
„Was hat ſich der Lieutnant von Brettow dann um die Perſon zu bekümmern?“


