Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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ges ſicher war, ſo wie man ſie bemerkte, und das wartete ſie ſtets geduldig ab.

Als ſie in Begleitung des Oberſten und ſeiner Gemahlin die Salons des Baron Biska betrat, brachte ihre Erſcheinung eine Art Aufruhr hervor, der ſich aber bald von der Höhe einer gewiſſen Ehrfurcht zu den liebe⸗ vollſten Beweiſen erwachender Neigung herabließ. Man umringte förmlich die ſchöne fremde Dame und hatte nicht übel Luſt ihr die ausſchweifendſten Huldigungen zu Theil werden zu laſſen.

Es war eine große und glänzende Verſammlung, die der Baron an dieſem Tage um ſich geſchaart hatte. Alles, was zum hohen Adel im meilenweiten Umkreiſe gehörte, fand ſich in den reichgeſchmückten Sälen vor. Auch Waffenbrüder aus jenem Kriege, den der Friede in Dresden geſchloſſen hatte, waren aus der Ferne herbei⸗ geeilt, und der Domherr, der wirklich conſequent zu Hauſe geblieben war, hätte vielleicht manchen Gedanken richtig befunden, den er ſeit ſeiner Reiſe in ſich gehegt. Es war eine große und glänzende Verſammlung, die ſich endlich nach einigem peinlichen Zögern um den Taufſtein zu gruppiren begann, der die Mitte des Famillienſaales ein⸗ nahm. Der Hausherr hatte gezögert. Er hatte erklärt, noch einen Mann erwarten zu können, der weither kom⸗ men wolle, um ſeinen Erſtgebornen aus der Taufe zu