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Gertrud tätſchelte mit Kindermanier die welken, runzlichten Wangen des Mannes, der als ein Bär ohne Gleichen galt.„Excellenz kann wohl vor Neugier ſonſt nicht ſchlafen?“ fragte ſie mit unwiderſtehlicher Lieb⸗ lichkeit.„Nun— es ſei! Baron Lottum muß warten, bis ihm eine Dame erklärt hat, ob ſie ihn heirathen
will oder nicht!“
„Narrenspoſſen!“ ſchalt der Feldmarſchall.
„Wahrheit!“ parodirte Gertrud, und ſtellte ſich in
Poſition, als wolle ſie exerziren.
„Erfunden!“
„Hiſtoriſch!“
1„Märchen, einem albernen Kinde aufgebunden!“
„Erfahrungen, ganz dazu angethan, das Kind ſehr
weiſe zu machen!“
Excellenz ſah ſich dies Kind ernſt und nachdenklich
an. Gertrud wartete gelaſſen ſeiner Antwort.
„Du lügſt nicht?“ fragte er.
„Buchſtäblich ſagte ich die Wahrheit!“ betheuerte ſie.
„Komm, wir wollen in's Theater,“ entſchied Ex⸗ cellenz erleichtert.„Alſo die Sicherheit ließ Dich ſo ver⸗ dammt zärtlich gegen ihn werden?“ fragte er lächelnd nochmals auf ſein Thema zurückkommend..
„Nein, Exeellenz, die Eitelkeit,“ beichtete das Fräu⸗ lein freimüthig.„Als ich aber einmal in den Schlingen


