Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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ſeligen Träumereien auffahrend, fragte verwundert: was ſie machen wolle.

Sieh doch nur, Elvire, plauderte ſie eifrig und hob graziös die Jopa, um auf den Stuhl klettern zu kön⸗ nen,da ſteckt ein Brief!

Thorheit, Kleine! Es wird ein alter vergeſſener Zettel vom vorigen Inhaber dieſes Logirzimmers ſein. Laß ihn ſtecken!

Nein, Elvire. Ich habe ihn früher nicht ſtecken ſe⸗ hen, trotzte das Fräulein.Ich muß ſehen, was er enthält. Sie griff danach und ſtreckte das Papier jauch⸗ zend ihrer Freundin entgegen.Es iſt ein Brief! Ein Brief mit Aufſchrift und Siegel!

Elvire, etwas neugieriger geworden, trat näher und reckte den Hals empor, um die Adreſſe leſen zu können. An das gnädige Fräulein Gertrud von Spärkan! laſen beide Mädchen gleichzeitig. Gertrud wurde purpur⸗ roth vor Ueberraſchung und ſtarrte mit liebenswürdiger Dummheit in Elvirens Geſicht.

Das bin ich, Elvire, flüſterte ſie kleinlaut.

Gewiß biſt Du die fragliche Gertrud von Spär⸗ kan, lachte dieſe herzhaft.Brich doch auf den Zettel! befahl ſie komiſch.

Gertrud ſtieg bedächtig vom Stuhle, den Brief an

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