Lachen jugendlichen Uebermuthes in den ſchönen Geſichts⸗ zügen, trat der Junker auf Frau von Pröhl zu und drückte ſein Bedauern aus, daß er nur einige Minuten zu ſpät von der Jagd zurückgekommen ſei, um die Herr⸗ ſchaften empfangen zu können, und ſtellte ſich ſelbſt als den Premierminiſter des Herrn Reinhard Bünau von Rittbergen auf Rittbergen vor. Eine anmuthige Gebärde der Frau von Pröhl zeigte ihre Geneigtheit, auf den ſcherz⸗ haften Ton dieſer Präſentation einzugehen, und ſie nahm ſeinen Arm an, den er ihr voll ritterlicher Galanterie darreichte, um ſie in den Salon zu führen. Gertrud und Margareth folgten. Die Erſtere erzählte die Veranlaſſung ihrer Flucht vor dem Junker. Sie hatten zuſammen vor den koloſſalen Myrthenbäumen, welche eine Zierde des großen Familienſaales abgaben und mit der Vergangen⸗ heit des Rittberg'ſchen Stammes verknüpft waren, geſtanden. Scherze, wie die leicht vertrauliche Jugend gern zu machen pflegt, flogen von den Lippen der jungen Damen, und plötzlich bog Herr von Rittbergen einen Zweig des Baumes mit vielſagendem Lächeln zu der Stirn ſeiner erröthenden Braut nieder, um zu ſehen, wie ihr das dunkle Grün zu Geſichte ſtände. Junker Wolf fühlte ein unbezwingliches Verlangen zu einer glei⸗ chen Probe. Da aber Gertrud nicht ſo nahe zum Baume ſtand, ſo brach er mit räuberiſcher Hand einen Zweig
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