Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Ich habe dieſe Verblendung ſchwer gebüßt! ant⸗ wortete die Dame mit erhabener Würde.Was habt Ihr über die Reiſe beſchloſſen?

Gar nichts, Couſine Bianca.

Wie wollt Ihr den Spürnaſen der Feinde entgehen?

Ach thörichte Einbildungen wer wird ſich um zwei Reiſende bekümmern, wovon der eine, ‚ein ehrbarer weſtphäliſcher Unterthan und der andere ‚ein halbtodter Menſch iſt, antwortete Thilo leichthin.Sie übertrei⸗ ben ſtets, Couſine, in der Furcht, wie in der Hoffnung in dem Tadel, wie im Lob im Abſcheu, wie in der Begeiſterung! Sorgen Sie nur für Betten, den armen Kranken einzupacken.

Bianca ſah ihn verwundert zuerſt an, dann ließ ſie ihre lebhaften Augen über Oswald gleiten. Ihr Verſtand war klar, wenn ſie ſich nicht in Exaltationen verſtrickte. Betten? Glaubt Ihr, daß es ſicherer ſei, ihn als Todt⸗ kranken reiſen zu laſſen?

Nicht doch! Die Betten ſind nöthig, um das Rütteln des Wagens erträglich zu machen! ſprach Thilo. Bianca ließ ſich ablenken vom richtigen Ürtheile und verſprach Betten zu beſorgen. Weiter verlangte Thilo nichts. Alles Andere beſorgte er allein.

Am nächſten Nachmittag rüſtete er ſich zur Abreiſe. Er hatte ſich ganz harmlos auf dem Amthofe gezeigt und ſich hier als wohlwollender und leutſeliger deutſcher

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