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wald ſehr gut. Hätte Fides eine Ahnung von ſeiner Gefahr gehabt, ſo würde ſie den, welchen ſie mehr liebte, als ihr eigenes Leben, ſich nicht in dieſe Abenteuer haben ſtürzen laſſen.
Stumm ſtanden ſich die jungen Männer eine Weile im Dämmerſcheine einer kleinen Lampe, gegenüber. Thilo betrachtete erſtaunt die Verwüſtungen, welche das Krie⸗ gerleben und das Wundfieber in dem Geſichte Oswald's angerichtet. Er erſchien um zehn Jahre gealtert. Seine ernſte Ruhe war einer leidenſchaftlichen Regſamkeit ge⸗ wichen. Sein Patriotismus ſchien bis zum Fanatismus geſteigert zu ſein. 8.
Genug Oswald war unglaublich verändert. Die Krankheit hatte ſeine Kräfte erſchöpft, aber nicht die brennende Sehnſucht gelöſcht, kämpfen zu wollen für die heiligen Rechte ſeiner Brüder. Sein ganz farbloſes Geſicht verrieth, was er an Schmerzen des Körpers ge⸗ litten hatte, aber er achtete das gering gegen die Lei⸗ den ſeines ruheloſen Geiſtes, der vorwärts ſtrebte, um das glücklich begonnene Unternehmen zu enden.
„Gott ſei geprieſen, Thilo, daß Du da biſt,“ ſprach er gedämpft, denn noch war nicht Alles zur Ruhe im Amthofe und ſie waren nicht ſicher vor Horchern und Schleichern, die gern die Verräther geſpielt hätten, wenn ſie die leiſeſte Ahnung eines Geheimniſſes gewittert. „Gott ſei geprieſen. Ich kann keine Ruhe finden—


