Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Während ſie grübelte, hatte ſich Fides dem alten Fritſche als jenes ſchlafende Mädchen in der Garniſon⸗ kirche vorgeſtellt und ihn dadurch zum höchſten Stau⸗ nen gebracht.

Aber ich war nicht Melitta, alter Fritſche, ſon⸗ dern Fides, ſagte ſie neckiſch.Und daß Ihr mich Melitta getauft, hat mich beinahe um den Mann ge⸗ bracht, den mir Gott von Anfang meines Lebens be⸗ ſtimmt hatte.

Melitta wiederholte der alte Leibhuſar nach⸗ ſinnend.Ja, Melitta das muß wohl des Rittmei⸗ ſter von Wangera Liebſte ſein er rief wenigſtens beſtändig dieſen Namen, ſo lange er im Fieber lag.

Welch' ein ſüßer Troſt barg ſich für Melitta in der treuherzigen Eröffnung des Alten!.

Geſchäftig, wie zwei Töchter, ſorgten die jungen Freundinnen für ſeine Erquickung und Bequemlichkeit. Dann aber wurde Familienrath gehalten.

Durch dieſe unerwartete Begebenheit veränderte ſich der Standpunkt aller Verhältniſſe weſentlich. Os⸗ wald mußte nach Schloß Ettershaiden gebracht werden, um auf preußiſchen Schutz Anſpruch machen zu dürfen. Thilo dagegen nahm es auf ſich, ihn unter Napoleons Schutzbrief hieher zu bringen.

Es ſoll der letzte Dienſt ſein, den mir dies Pa⸗ pier leiſtet, ſagte Thilo am Schluſſe der Berathun⸗