Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Gut! rief er, nach einer Weile ſich aufraffend! Dann braucht er mich nicht! Will er aber bis zum Ableben des jetzigen Beſitzers in meinem Hauſe wohnen, fo wird es mich freuen, daß ich Alles zu ſeinem Empfange vorbereitet habe. Faſt ſcheint es mir ſelbſt ein Traum, daß in wenigen Wochen aus einem düſtern, ſchmutzigen und unheimlichen Gebäude ein hübſches, einladendes Aſyl geſchaffen worden iſt. Sogar ein Gartenvergnügen habe ich dadurch gewonnen, daß eine alte, längſt ver⸗ mauerte Pforte entdeckt wurde, die unmittelbar in den ſchönen Garten des Förſters führt.

Ei, dieſer Garten iſt der ehemalige Burggarten, mein Lieber und der Förſter iſt Dir leibeigen nach al⸗ tem Rechte, denn er iſt ein Erbgeborner der Burg und als ſolcher zum Frohndienſte der Burgbewohner verpflich⸗ tet, erwiederte Oswald eifrig belehrend. Thilo ſchien erfreut darüber, rief aber plötzlich von dieſem Gegen⸗ ſtande abſpringend:Apropos! Wer iſt das ſchöne wilde Mädchen, welches dem alten Förſter täglich die Viſite zu machen pflegt? Ein wunderbares Intereſſe bindet mich an die Kleine; ſie ſcheint in ſonderbaren Beziehungen zum Hausperſonal zu ſtehen. Oswald ſah ihn befremdet an.

Meinſt Du die kleine Tyrnau? fragte er un⸗ ſicher.Ja? Nun, die iſt gar nicht zum Hausperſonal

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