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als überzähliger Kammerjunker am preußiſchen Hofe einfallen, dem feſten Willen der ſeligen Königin Luiſe, die mir wohl wollte, Widerſtand zu leiſten, weil mein Vater ſich durch eine Mesalliance ſeiner hohen Ver⸗ wandten unwürdig gemacht hatte. Ich will vom alten Vetter nichts, alſo habe ich nicht nöthig, mich Ihm vorzuſtellen.“
„Du warſt aber bei ihm?“ fragte Oswald ver⸗ wundert.
„Als Marquis d'Etéraigh“ antwortete Thilo la⸗ chend.„Ich hielt es für ratzſam, die Schenkung des weſtphäliſchen Königs auf preußiſche Manier ſicher zu ſtellen.“
„Und er erkannte Dich nicht?)
„Wir kannten uns überhaupt nicht! Wir ſind uns, gleichmüthig ſtolz, ſtets aus dem Wege gegangen! Den formell angemeldeten Marquis d'Etérais empfing der alte, ſteife Hofcavalier mit möglichſter Gala— dem aus einer Mesalliance entſprungenen Thilo von Ettershai⸗ den würde er die Thür verſchloſſen haben.“
„Du verkennſt den alten. Herrn!“ rief Oswald eifrig.
„Darüber wollen wir nicht ſtreiten! Was ich von ſeinen Geſinnungen weiß, erfuhr ich durch Deine Cou⸗ ſine Bianca. Lebt ſie noch?“ ſetzte er mit Heiter⸗ keit hinzu.


