Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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wieder! ſprach der Veteran, der während deſſen mit ſeiner Laterne näher gekommen war.Aus dem Stuhl habe ich vorhin ein Mandel Frauenzimmer verjagt und nun vergeſſen ſie das arme kleine Ding mitzunehmen. Es iſt ne Sünde und Schande! Ach ſieh da das iſt ja eins von den kleinen fremden Kindern, die hier in der Nachbarſchaft auf Beſuch ſind. Ha Du Wildfang wie ruft man ſie doch gleich? Ja Melitta! Du kleiner wilder Schelm Malitta! Thilo ſtand noch immer tief niedergebeugt vor dem reizenden Kinde, das beim erſten Ruf des alten Mannes eine Bewegung machte, widerwillig das Köpfchen wendete und fortſchlief. Nie in ſeinem ganzen Leben hatte Thilo eine Regung in ſich gefühlt, wie beim Betrachten dieſes engelhaft ſchönen Geſchöpfes, das nur der Obhut eines höhern Weſens anheimgegeben, hier einſam und verlaſſen ruhte. Er neigte ſich tiefer und drückte mit der zarten Schonung eines liebenden Vaters ſeine Lip⸗ pen auf die klare Stirn der Kleinen. Im Nu erwachte ſie und richtete ſich mit hellen großgeöffneten Augen elaſtiſch auf. Ein ſüßes Lächeln auf den roſigen Lippen ſtarrte ſie den Junker eine Secunde an und fragte dann haſtig:

Biſt Du der König? Wo haſt Du Deine Königin? Bitte, laß mich Deine Königin ſehen! Thilo umſchloß

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