wenrente, welche als die einzige ſichere Einnahme die
überſah ſogleich, was ihr zu thun obliege. Sie begann mit Cäſar's Hilfe den Garten zu kultiviren und umzu⸗ graben. Der kleine Burſche mußte wacker heran, er that es aber gern.
Man grub, man harkte, man legte Erbſen, Boh⸗ nen, Kartoffeln in die Erde. Als der Mai in's Land kam, wuchs Alles luſtig in die Höhe und zeigte ſich ſpäter ſo ergiebig, daß Johanne noch verkaufen konnte.
Gottes Segen lag auf Allem, was ihre Hand be⸗ rührte. Auch Lisbeth gedieh. Das zarte Kind wurde ein volles, rundes, prächtiges Mädchen, das an ihrem Ge⸗ burtstage ſchon laufen und drollige Worte hervorſtam⸗ meln konnte. Mama Franke wurde immer freundlicher mit den beiden fremden Kindern. Sie ſah ja, daß Gott jede Noth von ihnen fern hielt, vielleicht der Kinder wegen, die ihrer Barmherzigkeit zugefallen waren. Und die Kinder liebten die alte Dame, die ſie„Mama“ nann⸗ ten, und die Kinder dienten ihr nach Johannens Anleitung mit kindlicher Ehrfurcht bis an ihres Lebens Ende, das im zweiten Jahre ihres Zuſammenlebens ganz plötzlich und unerwartet erfolgte.
Der Tod der Regiſtratorin machte Johannens Lage weſentlich drückender. Sie verlor damit die kleine Wit⸗
Grundlage gebildet hatte, wonach ſie ihre Ausgaben rich⸗


