Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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245 mich nicht ſo ſchuldlos. Ich verlaſſe mich auf Dein Feuergewehr. 1 3

Ich werde dem Loſungszeichen raſch Folge leiſten, ſprach Quentin; aber dennoch

Du traͤgſt Bedenken, verſetzte der Koͤnig?ſprich rein heraus! Ich verſtatte es Dir; Leute wie Du, ge⸗ 1 ben manchmal nuͤtzliche Winke..

Ich wollte mich bloß unterfangen, zu ſagen, erwie⸗ derte Quentin:Wenn Ew. Majeſtaͤt Urſache hat, dem Manne aus Burgund zu mißtrauen, ſo wandert es mich, daß Ihr ihn Eurer Perſon ſo nahe kommen laßt, und zwar in ſo engem Zirkel. 1

O, ſeyd ruhig, Herr Knappe, ſagte der König.Es giebt einige Gefahren, die, wenn man ihnen Trotz bietet, verſchwinden, und die dagegen unvermeidlich ſind, wenn man zeigt, daß man ſie fuͤrchte. Wenn ich dreiſt auf ei⸗ nen knurrenden Bullenbeißer losgehe und ihn liebkoſe, ſo ſind zehne gegen eins zu verwetten, daß ich ihn beſaͤnftige und in gute Laune verſetze; zeige ich, daß ich ihn furchte, dann ſpringt er auf mich los und beißt mich. Ich will offenherzig gegen Dich ſeyn, Quentin; es liegt mir ſehr daran, daß dieſer Mann nicht in unwilliger Stim⸗ mung zu ſeinem hitzkoͤpfigen Gebieter zuruͤckkehrt, und des⸗ wegen ſetze ich mich einiger Gefahr aus. Nie ſcheute ich mich, fuͤr das Wohl meines Reiches mein Leben zu wa⸗ gen. Folge mir!"

Ludwig fuͤhrte ſeinen jungen Leibgardiſten, fuͤr den er eime beſondere Zuneigung gefaßt zu haben ſchien, durch die Seitenthuͤr, die ihm ſelbſt zum Eingang gedient hatte, und bemerkte, auf ſie hindeutend,wer amm Hofe fortkom⸗