Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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„Hier werdet Ihr Euren Poſten haben,“ ſprach Oliver mit leiſer Stimme, als ob die herben Umriſſe der ihn umgebenden Monarchen und Helden durch eine lautere Sprache beleidigt werden koͤngten, oder als ob er fuͤrchte, das in dem Schnitzwerk und den gothiſchen Bildhauerar⸗ beiten dieſes weiten, oͤden Saales allenthalben lauſchende Echo zu erwecken..

„Wie lautet das Paßwort und die Ordre meines Wach⸗ poſtens?“ fragte Quentin in dem naͤmlichen leiſen Tone.

„Iſt Euer Doppelhaken geladen?“ verſetzte Oliver, ohne ſeine Frage zu beantworten.

„Das iſt bald geſchehen,“ erwiederte Quentin; lud ſo⸗ gleich ſein Gewehr und zuͤndete die Lunte, deren man ſich beim Abfeuern bedienen mußte, an der gluͤhenden Aſche des Feuers an, welches in dem ungeheuren Kamin zu er⸗ loͤſchen im Begriff war;— einem Kamin, ſo groß, daß man ihn fuͤr ein zur Halle gehoͤriges gothiſches Cloſet, oder fuͤr eine Kapelle haͤtte halten koͤnnen.

Als dieß geſchehen war, machte Oliver ihn auf eines der vorzuͤglichſten Privilegien ſeines Corps aufmerkſam, vermoͤge deſſen die Mitglieder deſſelben unmittelbar vom Koͤnige in Perſon, oder vom Großconnetable von Frank⸗ reich Befehle erhalten konnten, ohne daß ſie ihnen von ihren Offizieren ertheilt wurden.„Ihr ſeyd,“ fuhr er fort,„auf Sr. Majeſtaͤt unmittelbaren Befehl auf dieſen Poſten geſtellt, junger Mann, und bald werdet Ihr erfah⸗ ren, zu welchem Zwecke. Mittlerweile koͤnnt Ihr in dieſer Gallerie auf und abgehen, oder auch ſtehen bleiben, wie es Euch gefaͤllt; auf keinen Fall aber duͤrft Ihr Euch ſetzen,

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