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Der ſcharfſichtige, mit einer lebhaften Phantaſie be⸗ gabte Quentin legte einen weit groͤßeren Werth auf den ſo eben erhaltenen koͤniglichen Befehl, und hoch klopfte ſein Herz in der Vorahnung baldiger Befoͤrderung. Er beſchloß, das Benehmen und die Sprache ſeines Fuͤhrers genau zu beobachten; denn er argwohnte, daß man ſie wenigſtens in gewiſſen Faͤllen durch das Gegentheil des buchſtaͤblichen Sinnes auslegen muͤſſe, ſo wie die Traum⸗ deuter ihre Traͤume auf aͤhnliche Weiſe erklaͤren ſollen. Er, wuͤnſchte ſich Gluͤck, daß er uͤber die Vorgaͤnge auf der Jagd die ſtrengſte Geheimhaltung beobachtet hatte, und
faßte einen Entſchluß, der fuͤr einen ſo jungen Mann ein Beweis großer Klugheit war, daß er, ſo lange er die Luft dieſes abgeſchiedenen, geheimnißvollen Hofes athmete, ſeine Gedanken feſt in der Bruſt verſchließen und ſeine Zunge auf's ſorgfäͤltigſte im Zaum halten wolle.
.Sein Anzug war bald vollendet, und den Doppelhaken auf der Schulter,— denn obwohl die ſchottiſche Garde die Benennung Bogenſchuͤtzen beibehielt, ſo trat doch ſchon ſehr fruͤh das Feuergewehr an die Stelle der Armbruſt, in deren Gebrauch ihre Nation ſich niemals auszeichnete,— und er verließ mit Herrn Oliver die Caſerne.
Lange ſah ihm ſein Oheim nach mit einer Miene, worin ſich Verwunderung und Neugier miſchten, und wenn gleich weder Neid noch andere boͤsartige Gefuͤhle, die er erzeugt, ſein ehrliches Gemuͤth erfuͤllten, ſo war doch ſein Selbſt⸗ gefuͤhl durch den guͤnſtigen Dienſtanfang ſeines Neſſen, ſo ſehr er ſich deſſen freute, etwas verletzt oder doch verrin⸗ gert.
Mit gravitaͤtiſchem Kopfſchuͤtteln offnete er einen ver⸗


