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anzunehmen, das ich nach den ſtrengen Regeln der Hoͤf⸗ lichkeit vielleicht haͤtte ablehnen ſollen. Allein die Gelegen⸗ heit zur Anſicht der Reſte einer Buͤcherſammlung, die ſo ſehenswuͤrdig waren, daß ſie unſerm bibliomaniſchen Doc⸗ tor den Anſchlag eingegeben hatten, ſeine letzte Hoſſnung auf eine Erſtuͤrmung zu ſetzen, vorbeigehn zu laſſen,— dieß waͤre eine verzweiflungsvolle Handlung der Selbſt⸗ verleugnung geweſen.
La Jeuneſſe brachte uns elnen Kaſſee, ſo wie wir ihn nur auf dem Feſtlande koſten,— auf einem mit einer Serviette bedeckten Praͤſentirteller, damit er fuͤr einen ſil⸗ bernen gelten koͤnne, und einen chasse-caffé 20) auf einem kleinen, wirklich ſilbernen Teller.
Als ſo unſer Mittagsmahl ganz geendet war, fuͤhrte mich der Marquis auf einer Nebentreppe in einen ſehr großen, faſt hundert Fuß langen Saal, der aber ſo ver⸗ wuͤſtet und verfallen war, daß ich die Augen beſtaͤndig nie⸗ derſchlug, damit mein freundlicher Wirth ſich nicht veran⸗ laßt finden moͤchte, ſich wegen der zerlumpten Gemaͤlde und Tapeten, und was noch ſchlimmer war als Beides, wegen einiger durch die Gewalt des Windes ausgeweheten Fenſter zu entſchuldigen.
„Wir haben den Thurm etwas bewohnbarer zu machen geſucht,“ ſagte der Marquis, indem er dieſen Sitz der Verwuͤſtung raſch durchging.„Dieß,“ fuhr er fort,„war ehemals die Gemaͤldegallerie, und in dem Zimmer am an⸗ dern Ende derſelben, wo wir jetzt unſere Buͤcher aufge⸗ ſtellt haben, hingen einige ſeltene Cabinetsſtuͤcke, damit man ſie wegen ihres geringen Umfanges in der Näͤhe ſe⸗ hen koͤnnte.“ 211 S.


