Teil eines Werkes 
10. Band, Quentin Durward : 1. Theil (1824)
Entstehung
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lenkte.Dort, ſagte er,war das Privattheater, wo mein Vater auf einen, bei den hoͤheren Behoͤrden ausgewirk⸗ ten Befehl einige der Hauptſchauſpieler der comedie française auftreten ließ, wenn der Koͤnig und Mada⸗ ꝛne Pompadour ihn hier beſuchten, welches mehr als ein⸗ mal der Fall war; dort, mehr im Mittelpunkte war die freiherrliche Halle, wo die Lehngerichtsbarkeit geuͤbt ward, wenn der Guthsherr oder ſein Gerichtshalter uͤber Verbrecher das Urtheil ſprach, denn wir hatten, wie Ihre alten Schottiſchen Edelleute, die hohe und niedere pein⸗ liche Gerichtsbarkeit, oder fossa cum furca, wie die Cri⸗ minaliſten es nennen. Unter der Halle liegt die Folter⸗ kammer; und wahrlich, ich beklage, daß ein ſo leicht zu mißbrauchendes Recht irgend einem lebenden Geſchoͤpfe

jemals anvertraut ward; aber, fuͤgte er mit einem Ge⸗ fuͤhl der Wuͤrde hinzu, welches ſelbſt durch die Erinnerung an die Grauſamkeiten erhoͤht ward, die ſeine Vorfahren hinter den bezeichneten Gitterfenſtern hatten ausuͤben laſ⸗ fen;ſo groß iſt die Wirkung des Aberglaubens, daß bis auf dieſen Tag die Bauern ſich jenen Kerkern nicht zu nahen wagen, wo, wie man ſagt, meine Vorfahren ſich zu mehreren Grauſamkeiten verleiten ließen.

Als wir uns dem Gitterfenſter naheten und ich einige Neigung zeigte, dieſe Wohnung des Schreckens in Augen⸗ ſchein zu nehmen, drang aus dieſem unterirdiſchen Ab⸗ grunde ein lautes gellendes Gelaͤchter hervor, welches, wie 4 wir bald entdeckten, eine Kindergruppe ausſtieß, die das verbdete Gewoͤlbe zum Schauplatz ihres luſtigen Blindekuh⸗ Spiels gemacht hatte.

Der Marquis war etwas aus der Faſſung gebracht und