Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 3. Band (1864)
Entstehung
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darauf hinein, um ein Paar Handſchuhe zu kaufen. Das in Trauer gekleidete Frauenzimmer erkannte den Jüngling wieder. Sie hatte ihn ein paar Tage

vorher bei der Profeſſorin W— geſehen, welche ihn

als einen hoffnungsvollen Künſtler gerühmt hatte. Als der junge Mann die Handſchuhe bezahlen

ſollte, übergab er dem Kaufmann einen Fünfzigtha-

lerſchein. Der Kaufmann betrachtete denſelben, warf einen

mißtrauiſchen Blick auf den jungen Künſtler und

fragte ihn, woher er den Schein hätte.

Der Jüngling wurde verlegen.

Das in Trauer gekleidete Frauenzimmer kam auf den Einfall zu antworten, daß der Künſtler den⸗ ſelben von ihr, als ſie den Tag vorher ein Gemälde von ihm gekauft, erhalten hätte, und damit wech⸗ ſelte ſie den Schein gegen einen andern aus. Auf dieſe Weiſe rettete ſie den Verirrten.

Das Frauenzimmer war ich.

Der Fall ereignete ſich vor einem Jahre, als ich eben Wittwe geworden.

Der junge Künſtler wurde, nachdem er Alles ge⸗ ſtanden, von mir nach Amerika geſchickt. Auf mein Verlangen ſchrieb er Ihnen einige warnende Worte, und überſandte Ihnen eine Summe Geldes von der unbekannten Retterin. Ich wünſchte durch dieſe Hülfe Sie von der Geldverlegenheit zu befreien, welche zu der Fälſchung Anlaß gegeben. Wie tief ich ihn auch verachtete, ſo wollte ich doch nicht den Sohn meiner Mutter auf dem Schafpott ſehen.

Als Unbekannte kaufte ich den Frühling ein grö⸗ ßeres Gemälde von Ihnen, ſo daß Sie bis zum heu⸗