Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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geben konnten, zu legen, aber immer ſchreckte er wie⸗ der zurück vor dem Gedanken zurückgewieſen zu werden.

Er erreichte die letzte Station. Auf ſeine Nach⸗ frage nach dem Geldbriefe, der von Zederlehne nach der Reſidenz adreſſirt geweſen ſei, blickten ſich die beiden Poſtbeamten, ein alter und ein junger Mann, bedeutungsvoll an und der alte Herr rief triumphi⸗ rend:Habe ich es nicht gleich geſagt, daß mit dem Briefe etwas vorgenommen ſet? Ja, mein Herr Major, einem erfahrenen Poſtbeamten entgeht nichts! Forſchen Sie nur im Schloſſe nach forſchen Sie nur, wer zu dem Petſchafte gekonnt hat. Ich werde ſofort dieſe Notiz zum Oberpoſtamte gehen laſſen.

Der Major verließ das Poſtgebäude. In ſei⸗ nem Kopfe ſchwirrte es von tauſend entſetzlichen Ge⸗ danken, unter dieſen Gedanken blitzte ein einziger Name hervor. Er ging in das naäͤchſte Hôtel und forderte Tinte und Feder. Der Kellner brachte bei⸗ des und fragte höflich, ob er vielleicht der Herr ſei, der in Zederlehne erwartet werde. Der Reitknecht von dort hätte ein Pferd für ihn eingeſtellt.

Gut, antwortete der Major kalt und ruhig. Wenn ich fertig bin mit Schreiben, werde ich Ihnen ein Zeichen geben, dann kann der Reitknecht den