222
richte anzuzeigen und es den Nachforſchungen desſel⸗ ben zu überlaſſen Licht in dieſe Sache zu bringen.
„Nur auf dieſem Wege kann es Ihnen gelin⸗ gen eine Poſterſtattung zu erzwingen, im Falle näm⸗ lich die Ermittelungen zu Ungunſten der Poſtverwal⸗ tung ausfallen,“ ſprach ſchließlich der Möbelhändler „Natürlich haben Sie dadurch die Verpflichtung einer Zahlung an mich nur vertagt bis zum Schluſſe die⸗ ſer Unterſuchung. Suchen Sie ſo ſchleunig wie mög⸗ lich den Boten, dem Sie die Ueberlieferung auf der Poſt anvertraut haben, feſtzunehmen. Fragen Sie genau die dortigen Poſtbeamten, wie das Benehmen dieſes Mannes geweſen iſt. Genug, unterſtützen Sie die Bemühungen des Gerichtes!“
Der Major ſchied, betäubt, unzufrieden mit ſich und mit dieſem Manne, dem er in allem Grimme nichts hatte anhaben können und machte ſich mit derſelben Eile auf den Rückweg. Wie ein unlöſchba⸗ rer Flecken lag ihm dieß Unglück auf der Seele. Er war ganz rathlos! Einige Male tauchte das Bild des Herrn Hans Wilkow tröſtend vor ihm auf und eine Stimme trieb ihn, ſein Leid und ſeine Kümmer⸗ niß in die Bruſt dieſes erfahrenen und ſtarkſinnigen Mannes, deſſen Ruf, deſſen Stellung, deſſen Reich⸗ thum ihm, dem armen penſionirten Major ein Relief


