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finſterer, kalter Entſchloſſenheit verkündete: er werde noch an demſelben Tage nach der Reſidenz reiſen.
Zitternd erhob ſich die Majorin, ihr Blick fragte, aber ihre Lippen blieben krampfhaft geſchloſſen.
„Geben Sie mir Pferde bis zur Station T... Herr Sohn,“ fuhr der Major fort,„von dort nehme ich Ertrapoſt. In vier Tagen bin ich wieder zurück. Halte Dich fertig, Viktorine, damit wir dann nach Hauſe können.“
Fragen überſtrömten ihn nun. Er wies alle unerwiedert zurück. Seiner Gattin reichte er den Brief. Ihr Erblaſſen, ihr machtloſes Zuſammenſin⸗ ken, ihr konvulſiviſches Aufſchluchzen waren ihm ein Zeichen der tiefſten Theilnahme. Er küßte ſie. Er legte ſie bewegt an ſeine Bruſt:
„Auch das mußteſt Du noch erleben, mein gu⸗ tes Weib,“ flüſterte er ihr zu.„Auch das noch— penſionirt und im Begriffe als infam erklärt da zu ſtehen! Schau aber auf! Gott lebt noch— ich werde dieſen Hallunken zur demüthigen Abbitte zwin⸗ gen!“
Raſch erhob ſich die Dame, ihre Hand zuckte nach dem Herzen, ſie wollte etwas ſagen, ſie wollte etwas thun! Aber ſie unterließ es. Als der Ma⸗ jor dahinrollte, ſtand ſie bewußtlos, große, große


