Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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Fünftes Kapitel.

In der Liebesfreudigkeit eines Herzens, dem heitere Sorgloſigkeit natürlich war, plauderte Ulrike unten im Familienzimmer mit ihrem jungen Gatten und ihrer Mutter, deren Stirn von einem eigen⸗ thümlichen Schatten bewölkt war. Rudolph glaubte die Urſache dieſer Verſtimmung, die bisweilen den Charakter einer angſthaften Beklemmung annahm, zu errathen. Sein feiner Sinn griff nicht fehl in den Mitteln, ſie zu beruhigen, indem er ſeiner jun⸗ gen Frau lachend geſtattete von der koloſſalen Ver⸗ ſchwendung und Freigebigkeit des Herrn Hans in Bezug auf ſeinen Sohn zu erzählen.

Deer Grund mußte aber tiefer liegen als in der bloßen Furcht vor einem Schuldverhältniſſe zu Herrn Hans.