Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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natürliche Anwandlung von Heimweh übermannte ſie mehr und mehr. Sie gedachte der einfachen, aber ſo ſehr hübſchen Häuslichkeit ihrer Eltern und ver⸗ glich dieß einförmige langweilige Erörtern materieller Gegenſtände mit dem freundlichen, ſtets wechſelnden Plaudern über Muſik, Theater, Lektüre, u. ſ. w. Sie ſtellte im Geiſte die netten Manieren ihres Vaters, der ſelbſt im Hauſe gegen ſeine Gattin und Tochter ſich chevaleresk erwies, gegen die rauhen, etwas mit⸗ telalterlichen Bildungsſtufen, worauf Herr Hans zu ſtehen ſchien. Der koloſſale Mann flößte ihr nach und nach ein Grauen ein. In ihrer nervöſen Hin⸗ fälligkeit erſchien er ihr wie eine Rolandsſtatue, de⸗ ren eherne Fauſt ſich auf ihr armes ſchwaches Herz zu preſſen bemühte, ſie athmete ängſtlich und ſchnell, wie ein Schauer von Ohnmacht zog es über ſie hin und ſie brach plötzlich in Thränen aus. Beſtürzt nahm Rudolph ſie in ſeine Arme. Herr Hans Wilkow ſtieß aber ein ſchallendes Hohngelaͤchter aus.

Ja, Frau Tochter, weinen hilft nicht mehr, rief er ſpöttiſch.Sie haben ſich aus dem Dunſt⸗ kreiſe des feinen Lebens in dieſe Einöde hineingewor⸗ fen, nun gilt es, ſich auf andere Art zu amüſiren.

Ulrike hatte ſich ſchnell wieder beſonnen. Sie trocknete ihre Augen und ſagte mit einem zauberhaft