Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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lichen Freitreppe. Mit zuſammengekniffenen Lippen hob der junge Ehemann ſein hübſches Weib aus den warmen Hüllen und führte ſie die dunkeln Stufen hinauf. Dann warf er mit großem Geräuſche die ſchweren eichenen Thüren zurück und rief den Namen der Wirthſchafterin. Dieſe erſchien ſogleich, ein ver⸗ legenes Lächeln auf den Lippen, aber mit offener herzlicher Begrüßung, daß Rudolph verſöhnt wurde. Er ſah ein, ſie hatte nach Befehlen gehandelt, indem ſie die Ankunft des jungen Paares ignorirte, bis dasſelbe eingetreten war. Ohne nach ſeinem Vater zu fragen, geleitete der junge Mann Ulriken nach dem Wohnzimmer, woraus ihnen eine ſo behagliche Wärme entgegendrang, daß die junge Frau ihr Wohlgefal⸗ len darüber ſogleich mit den heiterſten und freudig⸗ ſten Worten ausdrückte und ohne alle Verlegenheit auf Herrn Hans Wilkow zueilte, der ſich eben ſchwer⸗ fällig aus ſeinem großen Sorgenſtuhle erhob. Sie ſprach Dankesworte zu ihm, Dankesworte über ſeine Güte, womit er ſie unausſprechlich glücklich gemacht, Dankesworte über die warme Stube, womit er ſie empfangen. Sie mengte alles in ſo allerliebſter, jugendlich haſtiger Weiſe zuſammen, daß Rudolph entzückt ſein hübſches Weib betrachtete und der alte

delmann ganz erſtaunt auf ſie herniederſah. Er