Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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Stoffe, die ſich in den Zimmern häuften, koſteten. Bezahlt wurde nichts, aber die Majorin hatte Recht gehabt, ihr Kredit war geſichert, weil man wußte, daß ſie keine Schulden mehr hatten.

Die Hochzeit wurde ſehr beeilt. Herr Hans Wilkow ſpielte den Herrſcher, aber blieb unſichtbar, wie gute und böſe Geiſter zu thun pflegen.

Er hatte erklärt, ſeine künftige Schwiegertochter nicht eher ſehen zu wollen, bis ſie als Rudolphs Gat⸗ tin ſeine Schwelle überſchritten habe, und obwohl die Entfernung von Zederlehne bis zu dem Städtchen, wo der Major ſtationirt war, nur drei Meilen be⸗ trug, ſo weigerte er ſich doch beharrlich zu der Trauung ſeines Sohnes zu erſcheinen.

Es verfloſſen nur wenige Monate nach der Ver⸗ lobung, bis das junge Ehepaar in ſchaurigem Win⸗ terſauſen, von dem Segen der Brauteltern begleitet, den Weg nach Zederlehne antrat. Die Majorin weinte heftig, indem ſie ihrer Tochter den letzten Kuß auf die Lippen drückte. Mit den Worten:Gott ſchütze, Gott behüte Dich! übergab ſie dieſelbe einer ungewiſſen Zukunft. Ihr ſagte eine Ahnung, daß ihr Schickſal ein trauriges werden könne, wenn Hans Wilkow die von ihr erfahrene Beleidigung noch nicht vergeſſen habe.