Zweites Kapitel.
Wir vertauſchen das Geheimzimmer auf Zeder⸗ lehne mit dem Familienzimmer des Major Hoymer und finden dort an demſelben Abende, nur mehrere Stunden ſpäter, drei Menſchen ſtill beiſammenſitzend.
Der Major, noch immer ein ſchöner Mann, hielt ein Zeitungsblatt in der Hand und las, aber offenbar ſehr zerſtreut, denn ſein Blick ſchweifte im⸗ merfort hinüber zu ſeiner Tochter, die läſſig am Tiſche lehnte, gerade als ſei ſie erſchöpft von Ge⸗ fühlen. Es mochte auch ſo ſein. Wenn man ſtun⸗ denlang mit geſpannter Erwartung auf jedes ferne Geräuſch lauſcht, ſo wird dieß zuletzt eine Geiſtes⸗ kaſteiung, die ertödtend wirkt.
Die Majorin, noch im Geleiſe alter Gewohnheit, vo ihr Fleiß Nothwendigkeit war, ſtrickte eifrig. Ihre
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