Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

162

8

Sehen wir uns nach den übrigen Perſonen un⸗ ſerer Erzählung um, ſo finden wir den Herrn von Schwechten als glücklichen Gatten der Witwe ſeines unſeligen Freundes Malchow. Die Dame hat un⸗ ter der ſanften Güte ihres jetzigen Gatten die Bit⸗ terkeit des Lebens vergeſſen gelernt.

Die Forſtſchreiberin, deren praktiſchem Sinn Caritas ihre häuslichen Tugenden verdankte, wohnt bei ihrem Vater, aber ſie iſt die rechte Hand der Frau von Schwechten und eine nothwendige Stütze ihres Hausweſens. Der neue Obefförſter, ein jun⸗ ger und lebensfroher Mann, der mit Weib und Kind heiter und gemüthlich in dem Schatten der dunkeln Taxusbäume hauſet, iſt der Liebling der Armen. Er iſt das Gegentheil vom Oberförſter Malchow.

Das Reſumé unſerer Geſchichte ergibt alſo ein Bild ruhigen Friedens, auf welchem die Menſchen, die wir durch des Lebens bittern Schmerz und ſüße Freude begleitet, welche wir in den Stunden der Prüfungen belauſcht haben, ſanft dahingetragen wer⸗ den bis zur Pforte der ewigen Ruhe.

Wir verlaſſen die Heldin derſelben mit dem

Segensſpruche ihrer Kindheit ‚Caritas divina ie

eustodiat! Ende. 6