reichte es mit einem leichten malitiöſen Lächeln ſeiner Gattin, die haſtig danach griff und es ſorgſam durchſtudirte.
„Ich muß freilich hiernach meine Rechte aufge⸗ ben,“ ſagte ſie mit einer Miſchung von Verdruß und A Rührung—„allein, Caritas— ich habe dennoch ein Recht an Dich, ſo lange Deine Mutter ſich nicht findet. Ich wiederhole mein Anerbieten von früher: komm mit mir!— Wir erlaſſen Aufforderungen— hilft das nicht zur Aufklärung Deiner Geburt und Deiner ſonſtigen Verhältniſſe, ſo adoptiren wir Dich! Willſt Du— Caritas?“
Caritas, von den Vorſätzen unterrichtet, die Dame wegen ihrer unzuverläſſigen Launenhaftigkeit über die heiligen Bande in Ungewißheit zu laſſen, welche Frau von Schollin und ſie verknüpften, ſchmiegte ſich freundlich an ſie und küßte ihre Wangen. Sie ſprach dabei beſtimmt, aber ſanft, ihre Weigerung aus.
Franziska trat zurück aus dem Kreiſe und ſuchte an einem entlegenen Fenſter Platz. Es that ihr weh, die Frau, der ſie die Rettung ihres Kindes verdankte,
vom allgemeinen Vertrauen ausgeſchloſſen zu ſehen.
Ihr Gatte folgte ihr. Während ſich die Marguiſe lebhaft mit Car


