Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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werden können? Ich kann dieß nicht anwenden, aber Sie, als nächſter Verwandter der unglücklichen Dame

Beruhigen Sie ſich, Herr Marquis. Das Schickſal meiner Schweſter iſt in den Händen Schol⸗ lin's gut aufgehoben. Seine edle Natur bekämpft alle unreinen Elemente, ſo wie er einen Entſchluß gefaßt hat. Sie haben ihn in der erſten, tief und ſchmerzlich eingreifenden Entrüſtung geſehen ſeine 4 Liebe zu Franziska hat aber den Sieg davongetra⸗ 4. gen. Wollen Sie ihm, wollen Sie mir und auch Caritas eine Erleichterung verſchaffen, ſo geben Sie mir Ihr Ehrenwort, niemand von den heutigen Ereigniſſen etwas mitzutheilen. Sie wiſſen, wie be⸗ gierig unſere Kreiſe nach ſkandalöſen Hiſtorien ha⸗ ſchen es würde bald von Mund zu Mund gehen und, wenn nicht ſchlimmere und betrübendere Folgen, doch wenigſtens eine unverſchämte Neugier auf unſere Perſönlichkeiten lenken.

Ihre Bitte iſt ganz überflüſſig, aber vollſtän⸗ dig gewährt, mein Herr. Ich habe ſogar meine Ju⸗ lie nicht in das Geheimniß eingeweihet, weil m dieſe Lippen nicht ſicher genug ſchienen. Damen von beſonderer Eleganz lieben ihre Kammerfrauen u pflegen dieſe mit allen Geheimniſſen zu beladen, die