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die Sympathie für die Schmerzen eines Weſens, das ihm theuer geweſen war, das ihm theuer blei⸗ ben würde zu jeder Zeit. Wunden, die er mit ei⸗ nem Schlage empfangen, hatte ſie ſeit der Frühlings⸗ zeit ihres Lebens unter dem leiſe bohrenden Pfeil nagender Erinnerung ſtill getragen.
War ſie nicht in den wenigen Wochen ihres ſchönen Glückes eine Andere geworden? Was ſollte, was würde nun aus ihr werden?
Eine Mumie ihres eigenen Ichs— antwortete eine unabweisliche Stimme in ſeinem Innern. Und war das nicht ſchlimmer, als Tod und Verweſung?
Er beeilte ſich von dieſen Träumereien loszu⸗ kommen.
Der Legationsrath war auf der Jagd geweſen. Das Anſchlagen ſeines Hundes verrieth ſeine Ankunft — der Wagen rollte in den Hof, und kaum fünf Minuten darauf war Eugen in dem Zimmer ſeines Schwagers und wußte alles. Wir überlaſſen dieſe beiden ſtolzen Gemüther den erſten Ausbrüchen einer Gemüthsſtimmung, die an Verzweiflung grenzte, ohne ihnen Wort für Wort und Gedanken auf Gedanken zu folgen.
Der Legationsrath erklärte: ſeiner Schweſter nimmermehr vergeben zu können. Schollin ſtützte


