Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Zehntes Kapitel.

Der Landrath war keinen Augenblick in Zwei⸗ fel darüber, was ihm zu thun oblag. Vor allen Dingen mußte er der beklagenswerthen Frau, die mit ihren Geſtändniſſen ſeine Hilfe zum Schutze ihrer Rechte angerufen hatte, das zu retten ſuchen, was ihr einziges Glück in der Welt ferner ausma⸗ chen ſollte.*

Gewaltſam ſeinen Schmerz beherrſchend, ließ er den Marquis zu einem Beſuche in ſeinem Studir⸗ zimmer erſuchen.

Der Beſcheid lautete: nach einer halben Stunde werde der Marquis aufwarten. Dieſe Zeremonie war ihm willkommen. Sie gab ihm Zeit ſich voll⸗ ſtändig zu ſammeln und ſeine verwirrten Lebensgei⸗ ſter zu ordnen..