Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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ſamer zuhörte. Er erfuhr alles, was ſie gedacht, was ſie gehofft, was ſie gefürchtet habe keine Falte ihres Innern blieb unangerührt und ſie ſchloß mit der Erklärung: daß ſie überzeugt ſei, Ca⸗ ritas ſei ihre Tochter.

Wie ſollen wir die Szene ſchildern, die nun erfolgte!

In dumpfem Schweigen ſaß Schollin und ſtarrte ſeelenlos vor ſich hin.

Franziska, vertrauter mit ihren Leiden, hielt die Hände leicht gefaltet und erwartete demüthig das erſte Wort aus ſeinem Munde. Ihre Beichte war vollſtändig und erſchöpfend geweſen nichts hatte ſie beſchönigt nichts verhehlt!

Ein Wort, nur ein Wott Schollin konnte

keins finden! Das Gehirn brannte ihm das Herz ſchmerzte. Zuckend ſchoß das Blut durch

ſeine Adern! Todt todt, nur auf der Stelle todt es wäre ihm als ein Glück erſchienen. O, das Weib, das er jahrelang mit der zärtlichen Verehrung eines ſtolzen Gemüthes zu ſeinem Ideal erhoben hatte welche Kluft riß ſich zwiſchen ihnen auf! dieſes Weib entwürdigt entheiligt!

Er glaubte erſticken zu müſſen. Wild ſprang