Franziska athmete heftig— ſie kämpfte aber ihre Bewegung glücklich nieder.
„Und dieß Jäckchen— 2“ fragte ſie, das Zeug aufwickelnd.„Hatte das verſtorbene Kind dieß Jäck⸗ chen an— prüfen Sie es wohl— es kommt viel darauf an.“
Frau Weber lächelte wieder ſchwach.„Dieß Jäckchen hatte Caritas an— dieß Miützchen hatte Caritas auf— dieß iſt ihr Tuch— dieß ihr Hemd⸗ chen— dieß ihr Wickelband.— Wo habt Ihr das andere Zeug?— Das verſtorbene Kind war reicher gekleidet— mich wunderte das immer, aber ich dachte: es könne durch Zufall das Eine ſchon im Nachtha⸗ bite geweſen ſein— theuere Spitzen waren am Mützchen— und das Tuch vom feinſten Leinen.“
Sie ſchwieg erſchöpft.
„Iſt Caritas abgereiſt?“ begann ſie wieder.„Ich möchte ſie noch einmal ſehen!“
„Sie wird nicht abreiſen—“ ſprach Franziska entſchloſen—„denn wenn ſie das Kind iſt, das in dieſem Zeuge gekleidet war und das den Segens⸗ ſpruch um den Hals trug, ſo iſt ſie das Kind der fremden Dame nicht. Das Kind der Marquiſe iſt dann geſtorben—“
Uberraſcht hob Frau Weber den Kopf und ſah


