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dieſe Dame noch ſpät, im beginnenden Dunkel der Nacht, zu ihrem einſamen Hauſe geführt hatte, leitete ſie dieſelbe an das Bett der Kranken und zündete ſchnell ein Licht an.
Frau Weber lag ruhig, das bleiche Geſicht von heiligem Frieden überſtrömt, in ihren Kiſſen. Franziska neigte ſich über ſie. Der leiſe Athem der Kranken beſchwichtigte ihre Beſorgniß ſie todt zu finden, ſonſt ſprach nichts mehr von Leben aus dieſer ſtillen Geſtalt.
„O, Gottes Segen über Dich, Du gute Frau — Gottes Segen über Dich, daß Du dieß Kind behütet haſt—“ flüſterte Franziska mit weicher, liebe⸗ voller Stimme.
Frau Weber ſchlug, elektriſch getroffen von die⸗ ſem tiefen innigen Tone, ihre Augen auf und ſah feſt und ſicher in Franziska's Blick hinein.
„Mein Gottp, ſie iſt bei Beſinnung—“ flüſterte die Forſtſchreiberin erfreut.
„Wer iſt das, Minette?“ fragte die Kranke klar und bewußtvoll. A
„Unſere neue Landräthen die Frau von Schollin,“ entgegnete Frau Lindſtedt.
Frau Weber lächelte und hob ihre Hand, um ſie der Dame zu reichen.
Franziska ergriff ſie und hielt ſie in ihrer war⸗


