Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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unbewegt von den Schilderungen der glänzenden Zu⸗ kunft, mit Schrecken an die Trennung von ihrer Heimat dachte.

Einigemale verſuchte ſie ihren Anſichten Worte zu geben. Sie nannte das Leben, welches die höchſte Befriedigung für ihre Mutter in ſich ſchloß, mit leich⸗ tem Lächeln Scheinbilder des Glückes.

Der Marquis ſtrich bedeutſam ſeinen zierlich ge⸗ wichsten Bart bei dieſem Ausſpruche und meinte: ihre Mutter habe mit dieſer deutſchen Anſicht auch Paris zum erſtenmale betreten.

Und wie nun, ma chore Julie? fragte er ſar⸗ kaſtiſch lächelnd.

Während dieſer Zeit hatte man auch die Leiche des Oberförſters ohne Sang und Klang zur Erde beſtattet, und es war den vereinten Bemühungen Schwechten's und Schollin's gelungen, die Witwe desſelben aus dem Hauſe zu entfernen.

Schwechten hatte an ſeine Schweſter geſchrieben und ſie um Aufnahme ihrer Jugendgefährtin gebeten. Er erwartete täglich eine Antwort. Bis dahin lebte Frau von Malchow bei dem Pfarrer in Schwechten, der ſie mit der Baronin Plathen zuſammen erzogen hatte. Das Herz einer Frau iſt unergründlich, das ſah